Ein Rückblick auf die Saison 2019/20 der HSG Ende B-Jugend

Wie aus einzelnen Jungen ein Jugendteam wurde

 

Mai 2020

Nur wenig sprach dafür, dass die B-Jugend der HSG Ende Herdecke nicht zu einer der stärksten Mannschaften des Kreises zählen durfte. Das hatten die Jahre davor schlichtweg hoffen lassen. Zudem ist die Mannschaft mit Verstärkungen aus umliegenden Vereinen ergänzt worden und außerdem spielen in dieser Spielperiode die vermeindlich stärksten Ihrer jeweiligen Jahrgänge 2003 und 2004 zusammen. Soweit war das Feld nun bestellt und wir hatten immerhin 3 Wochen Zeit daraus eine Mannschaft zu formen, die diesem Anspruch gerecht werden kann.

 

Die ersten Wochen und auch Monate waren nicht nur eine Vorbereitung auf eine Wettkampfperiode, sondern auch ein Kampf um die Veränderung zur Leistungsorientierung, Zielorientierung, Unterordnung in ein Teamgedanken, das Abrufen eines Potenzials zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber auch das Vertrauen ins Team und die Übernahme von Verantwortung zum gemeinsamem Gelingen. Die ohnehin schon schwierige Zeit Einzelner mit dem Umgang von Testosteron führte immer wieder zu unerwarteten Reaktionen und teils auch verblüffenden Ergebnissen.

 

Neben einer sehr durchwachsenen Qualifikation konnten wir über die gesamte Saison eine positive Entwicklung der Mannschaft ausmachen. Dazu haben sowohl Einzelne mit ihrer stärksten Leistung in Ihrer Karriere beigetragen, aber auch die Unermüdlichen, die beim Training das Niveau hochgehalten haben, als auch immer zuverlässig ihren Teil zum Team in jeder Situation beitrugen. So können wir sagen, dass vor Allem die Unberechenbarkeit des Teams stark zugenommen hat. Haben wir die ersten Spiele nur über den Rückraum gestaltet, so konnte folgende Spiele verstärkt über die Aussen und die Kreisläufer gestaltet und auch entschieden werden. Diese Unberechenbarkeit musste auch erstmal erlernt werden, gab es doch plötzlich wechselnde Torschützen und keine Garantie dafür, dass immer die gleichen Spieler die meisten Tore ablieferten.

Am Ende steigerte sich das Team dazu, dass erstmalig die Lokalrivalen Eintracht Hagen und TUS Volmetal in einer Serie besiegt werden konnten und bisher eine verlustpunktfreie Rückrunde bis zum Corona Lockdown und das, obwohl das Team nicht ohne Verletzungen geblieben war. Einziger Wehmutstropfen ist, dass wir die eigentliche Feuertaufe der letzten 4 Spiele nicht mehr bekommen konnten. Wer weiß, wie das ausgegangen wäre.

 

Wir hoffen, dass Einzelne die Erfahrung mitgenommen haben, was es bedeutet Erfolg zu haben, Veränderung aufwändig aber auch lohnend sein kann, Disziplin ein Mittel zur Potenzialschöpfung sein kann ohne Freiräume zu nehmen und, dass es sich immer lohnt an sich und dem Team zu arbeiten. Für die kommende Jahre wünschen wir Euch weiter viel Veränderung, eine gute Erinnerung an die zurückliegende Saison, viel Mut für einen Neuanfang und für die Wünsche in Euch, die auf Eure Fähigkeiten hinweisen.

 

Mit sportlichen Grüßen

Eure Trainer

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